Fachhochschulen in Deutschland

Campusbibliothek Beuth Hochschule für Technik Berlin

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In Deutschland gibt es laut einer Studie des Wissenschaftsrats gut 520.000 Studierende an den Fachhochschulen. Somit ist jeder vierte Student in Deutschland ein Fachhochschüler. Manche Fachhochschulen verwenden zusätzlich die englische Bezeichnung University of Applied Sciences oder auch Hochschule für angewandte Wissenschaften. Der Trend geht jedoch aktuell dahin, dass zahlreiche Bundesländer wie Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg und Bayern ihre Fachhochschulen in Hochschule umbenennen (Stand Juli 2010). Der Begriff Hochschule ist hierbei ein Oberbegriff für Fachhochschule und Universität.


Die Fachhochschulen in Deutschland sind, anders als die Universitäten, auch für Studieninteressierte mit einem Fachabitur zugänglich. Viele Bewerber mit einer allgemeinen Hochschulreife wählen ebenfalls den Weg über die Fachhochschulen, da hier die Studiengänge praxisorientierter gelehrt werden als an den allgemeinen Universitäten. Der Studienplan ist straff strukturiert und verlangt vom Studierenden zahlreiche Praktika, in denen ein enger Bezug zwischen dem Unterrichtsstoff und der Berufswelt vermittelt wird.


Das Studienangebot ist breit gefächert, es werden deutschlandweit mehr als 4.000 verschiedene Studienfächer angeboten. Die Vielfalt reicht von Sozial- über Natur- und Wirtschaftswissenschaften bis hin zu künstlerischen und technischen Studiengängen. Wer ein Studium der Geisteswissenschaften anstrebt, muss sich jedoch an einer allgemeinen Universität einschreiben, da die Fachhochschulen diesen Fachbereich nicht anbieten. Ein Studiengang mit dem Abschluss Staatsexamen kann ebenfalls nur an einer Universität besucht werden.


Ein weiterer Unterschied zur Universität ist, dass an einer Fachhochschule keine Promotion bzw. Habilitation erreicht werden kann. Die Abschlüsse beschränken sich auf Diplomstudiengänge, die eine Studienzeit von 7-9 Semestern haben und Bachelor- und Masterstudiengänge, deren Regelstudienzeit 6 bis 8 bzw. 2-4 Semester beträgt. Das Masterstudium kann jedoch nur angegangen werden, wenn bereits ein passender Bachelorabschluss vorhanden ist.


An den Fachhochschulen werden auch Studienfächer angeboten, die man als Fernstudium angehen kann.  Die größten Anbieter für Fernstudium und Weiterbildung an Fachhochschulen sind das Institut für Lernsysteme ils und die Studiengemeinschaft Darmstadt, kurz sgd. Dabei erhält man die notwendigen Studienunterlagen per Post bzw. online zugesendet und muss lediglich zum Schreiben der Klausuren an einen festgelegten Ort erscheinen. Das Angebot der FH Fernstudiengänge ist daher auch bei Berufstätigen sehr beliebt. Im Studienfach Arbeitsrecht beispielsweise hat man die Möglichkeit innerhalb weniger Monate eine Ausbildung per Fernstudium zu absolvieren.


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