“Hochschule für Schauspielkunst “”Ernst Busch”"”

Daten
Kurzname: Berlin HfS
Träger: öffentlicher Träger
Studenten: 232 (Stand Juli 2009)
Bundesland: Berlin

Kontakt
Straße: Schnellerstraße 104
Ort: 12439 Berlin
Telefon: 030/639975-0
Fax: 030/639975-75
Homepage: http://www.hfs-berlin.de
Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch

Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch

Die Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin wurde im Jahre 1951 gegründet, erhielt jedoch ihren jetzigen Namen 1981 zu Ehren des Sängers und Schauspielers Ernst Busch. Schauspielinteressierte Menschen finden hier vier Studiengänge, dem Schauspiel, der Regie, dem Puppenspiel und dem Tanz.


Beim Studienfach Schauspiel arbeitet man projektorientiert und richtet sich nach den Erkenntnissen und Lehren von Bertolt Brecht und Konstantin Stanislawskis. Der Inhalt des Studiums teilt sich in acht Themen auf. Darunter sind beispielsweise der klassische Schauspielunterricht, die Bewegungslehre und die Erziehung im Sprechen. Aber auch theoretische Kenntnisse zur Kunst-, Kultur-, und Schauspielgeschichte werden vermittelt. Beim Schauspielunterricht wird man unter anderem mit dem Thema Wahlrollen konfrontiert. Hierbei arbeitet der Student selbständig an eigens ausgesuchten Rollen, die in enger Zusammenarbeit mit den Dozenten geübt werden.


Das Studienfach Regie schließt mit einem Diplom ab und dauert in der Regel vier Jahre. Ziel des Studiengangs ist die soziale und ästhetische Phantasie des Studierenden zu fordern und zu fördern sowie das Know-How eines modernen Regisseurs zu vermitteln. Der Student soll während des Studiums eine kreative Perspektive entwickeln und wissen, wie man ein Spiel initiieren und verwirklichen kann. Zudem haben die Absolventen des Studienfachs Regie die Fähigkeit, Führungspositionen zu übernehmen. Denn die Arbeit des Regisseurs konzentriert sich im Wesentlichen auf die Organisation und die Fähigkeit, an die zahlreichen Teilnehmer vor und hinter der Bühne richtige Anweisungen zum richtigen Zeitpunkt zu geben.


Der Bereich Puppenspiel dauert ebenfalls gemäß der Regelstudienzeit acht Semester. Die uralte Kunst des Puppenspiels vereint mehrere Genres in einem. Hier ist die Beherrschung von Tanz, Film, Performance, Schauspiel, und elektronischen Medien gefragt. Die Ausbildung zum Puppenspieler bzw. zum darstellenden Künstler erfolgt in zahlreichen Unterrichtsfächern wie Animatronics, Gesang, Bewegung und Pantomime.


Im Jahre 2006 wurde das Fach Tanz ganz neu eingeführt. Hierbei handelt es sich um einen Bachelorstudiengang, das mit der staatlichen Ballettschule Berlin gemeinsam durchgeführt wird. Die Ausbildung erfolgt ebenfalls in den Räumlichkeiten der Ballettschule.


Studieninteressierte müssen jedoch mit einem strengen Auswahlverfahren rechnen, das entsprechend des Fachs variiert. Bei der Vorauswahl zum Puppenspieler beispielsweise muss man unter anderem einen Rollenausschnitt aus der dramatischen Literatur schauspielerisch vortragen. Über die genauen Voraussetzungen und die Themen der Vorauswahl informiert die jeweilige Fakultät zwar genau. Man muss jedoch auch damit rechnen, dass die Zulassungskommission Aufgaben stellen wird, die spontan, also improvisiert gelöst werden müssen.