Kunsthochschule Berlin-Weißensee, Hochschule für Gestaltung

Daten
Kurzname: Berlin-Weißensee KHB
Träger: öffentlicher Träger
Studenten: 674 (Stand Juli 2009)
Bundesland: Berlin

Kontakt
Straße: Bühringstraße 20
Ort: 13086 Berlin
Telefon: 030/47705-0
Fax: 030/47705-290
Homepage: http://www.kh-berlin.de
Berlin-Weißensee KHB

Kunsthochschule Berlin-Weißensee, Hochschule für Gestaltung

Die Kunsthochschule Berlin-Weißensee in Berlin wurde 1946 gegründet und steht unter staatlicher Trägerschaft. In den zahlreichen Studiengängen sind rund 650 Studenten eingeschrieben. Die Ausbildung beginnt für jeden Student mit einem einjährigen Grundlagenstudium. Dabei ist es gleichgültig, in welchem Fach man eingeschrieben ist. Diese Form des Studiums findet sich nur an dieser Kunsthochschule. Das Ziel dieser einheitlichen Grundlagenausbildung ist vor allem auf die Wahrnehmung und Visualisierung von Mensch und Umwelt ausgerichtet. Hier möchte man den Kunststudenten dazu bringen, seinen Fokus auf die wesentlichen Merkmale in seinem Umfeld zu legen und dadurch die künstlerische Wahrnehmung schärfen.


Nach dem gemeinsamen Studium kann jeder sein Schwerpunktstudium wählen. Hierzu findet man zahlreiche Studienangebote, die von Bildhauerei bis hin zu Visuelle Kommunikation reichen.

Um sich ein Bild zu machen, sollten Interessenten die Website der Kunsthochschule einmal etwas intensiver durchstöbern. Hier geht es beispielsweise um die Gestaltung von Teppiche. Im Projekt heißt es: “Der Teppich ist zunächst eine Fläche, eine leere Leinwand. Er ist ein Möbel, das den Raum der bewohnt wird, wesentlich in seiner Qualität beeinflusst und somit die Lebensatmosphäre”. Schaut man sich die Arbeit an, könnte die Farb- und Formgestaltung als moderner Teppich bei einem klassischen Teppichhändler zu finden sein und ist doch so ganz anders.


Allerdings kann nicht jeder an dieser Universität studieren, da eine Aufnahmeprüfung vorausgesetzt wird. Nur nach bestandener künstlerischer Zugangsprüfung kann eine Bewerbung erfolgen. Das bedeutet, dass zunächst ein Antrag auf Zugangsprüfung gestellt werden muss. Hier müssen die geforderten Leistungen zur Überzeugung gebracht werden. Die Prüfung sieht folgendermaßen aus. Der Studieninteressent bekommt eine Hausaufgabe gestellt oder muss eine künstlerische Mappe anfertigen. Diese Aufgabe muss in einer bestimmten Zeit erledigt und abgegeben werden. Nach dieser Aufgabenstellung erfolgt die Bewertung durch eine Kommission. Danach wird entschieden, ob man an weiteren Prüfungen teilnehmen darf. Die Anfertigung der Mappe oder Hausarbeit ist also der Eintritt für weitere Prüfungen. Wer hier nicht besteht, der hat die Möglichkeit, sich im nächsten Jahr nochmals zu bewerben.


Das Studium ist auch hier nicht kostenlos. Wie jede staatliche Universität muss für das Studium ein Semesterbeitrag bezahlt werden. Der aktuelle Betrag und die wichtigen Fristen zur Zahlung kann aber direkt an der Hochschule erfragt werden. Für eine weitere künstlerische Entfaltung sorgen die elf Werkstätten, die von den einzelnen Fachgebieten und Professoren unabhängig sind. Hier können die Studenten jederzeit ihre Ideen ohne Leistungs- und Zeitdruck umsetzen.


Auch für das Wohl des Studenten wird gesorgt. Die Studenten bekommen täglich warme Speisen in der Kantine der Hochschule, die besonders subventioniert sind. Wer in Berlin zudem keine Wohnung gefunden hat, der sollte sich an das Studentenwerk Berlin wenden. Die Wohnheime des Studentenwerks sind besonders günstig und liegen meistens in der Nähe der Universität, sodass lange Fahrtstrecken zur Universität wegfallen.