Handy-Flatrate als Prepaid- oder Laufzeitvertrag?


Viele Studenten wissen, dass sich die Mobilfunkkosten mit der richtigen Handy-Flatrate auf ein Minimum reduzieren lassen und doch entwickeln sich oft relativ hohe Gesamtkosten in den Handy-Rechnungen. Der Grund: Schüler und Studenten sind zumeist notorisch klamm und nutzen geschenkte Handys, die noch an bestimmte Verträge gebunden sind. Oder sie lassen sich von Mobilfunk-Providern zu so genannten Schnäppchen-Angeboten mit 1-Euro-Smartphones animieren, die sich letztlich über ungünstige Tarife finanzieren. Der vermeintliche Sondertarif für Studenten ist bei genauerer Betrachtung dann gar nicht so preiswert und viele Endkunden können dann nicht aus dem Vertrag. Unter der Vielzahl der Mobilfunk-Provider scheint der Tarif-Dschungel zudem unüberschaubar, so dass viele geneigt sind, sich nicht näher mit der Materie “Mobilfunk-Kosten” zu beschäftigen. Doch bei genauerer Betrachtung ist dieser Dschungel gar nicht so undurchdringbar.


Sofern Ihr die, für Euch!, wirtschaftlichste Mobilfunk-Variante ermitteln möchtet, solltet Ihr Euch folgende Fragen stellen:


  1. Was für ein Handy besitze ich derzeit?
  2. Was für einen Mobilfunk-Vertrag nutze ich derzeit?
  3. Welches Handy oder Smartphone wünsche ich mir?
  4. Welche Mobilfunk-Tarif-Varianten gibt es?
  5. Welcher Mobilfunk-Tarif ist für mich am wirtschaftlichsten?
  6. Wie finanziere ich mein neues Handy bzw. einen neuen Mobilfunk-Tarif ?
  7. Welche Alternativen gibt es zur kostenpflichtigen Kommunikation ?


1. Was für ein Handy besitze ich derzeit?


Mal ehrlich: Als Schüler und jetzt Student ist man notorisch klamm und viele Studierende besitzen ein Handy, das von den Eltern finanziert wurde und wird. Weder das Handy, noch der damit verbundene Tarif ist noch zeitgemäß. Also: Stellt Euch einfach die Frage, was habe ich überhaupt für ein Handy?


  • mit SIM-Lock
  • ohne SIM-Lock
  • UMTS-fähig
  • HSPA-fähig
  • LTE-fähig


Die wichtigste Frage dürfte zunächst sein, wie alt ist das Handy und handelt es sich bei dem Gerät um ein Gerät, das nur für einen Provider (bzw. ein Mobilfunk-Netz) zugelassen ist, oder lässt sich das Gerät für alle Mobilfunknetze nutzen. Gerade bei ursprünglich subventionierten Handys ist die so genannte SIM-Lock-Sperre aktiviert, die nur die Nutzung des Gerätes über einen bestimmten Provider erlaubt, das heißt, das Gerät lässt sich nicht mit einem anderen Mobilfunk-Tarif eines anderen Netzbetreibers nutzen.


Nach Ablauf von zwei Jahren kann man allerdings den Mobilfunk-Anbieter (bei dem das Handy gekauft wurde) kontaktieren und bitten (fordern), dass die SIM-Lock-Sperre entfernt wird. Das Freischalten des Gerätes ist in der Regel kostenlos. Damit wäre der Weg frei, sich möglicherweise auch nach einen anderen Mobilfunk-Tarif umzusehen. Aber Achtung! Bevor Du Dich nach einem anderen Mobilfunk-Vertrag umsiehst prüfe bitte, welche Netz-Möglichkeiten Dein Handy überhaupt bietet, um die gebotenen Leistungen aus dem Mobilfunk-Vertrag überhaupt ausnutzen zu können.


Hier in Deutschland haben wir vier Mobilfunk-Netze, nämlich “D1″ (Telekom), “D2″ (Vodafone), “E1″ (E-Plus) und “E2″ (o2-Telefonica). Die stärksten Netze sind die “D”-Netze, weil diese Netze auf 900 Megahertz senden und somit wesentlich leistungsstärker sind als die “E”-Netze, die auf 1800 Megahertz senden. Zwischenzeitlich sind die so genannten “GSM-Netze” allerdings derart engmaschig ausgebaut, dass Mobilfunk-Gespräche aus so gut wie allen Teilen Deutschlands störungsfrei möglich sind.


Interessanter sind die mobilen Internet-Zugänge, die man mit den Handys bzw. Smartphones heutzutage realisieren möchte und hier gibt es durchaus große Unterschiede:

Mobile Internet-Zugänge werden über verschiedene Standards (Protokolle) realisiert, die sich wie folgt aufteilen:


  • GSM-WAP: Download: 14,4 KBit/s – Upload: 14,4 KBit/s
  • GPRS: Download: 53,6 KBit/s * – Upload: 26,8 KBit/s
  • EDGE: Download: 217,6 KBit/s ** – Upload: 108,8 KBit/s
  • UMTS: Download: 384 KBit/s *** – Upload: 384 KBit/s
  • HSPA: Download: bis 7,2 MBit/s (HSDPA) **** – Upload: bis 1,4 MBit/s (HSUPA)
  • LTE: Download: bis 150 MBit/s – Upload: bis 50 Mbit/s


Sternchen: Die theoretischen Übertragungsgeschwindigkeiten (im Download) sollen höher liegen, und zwar bei

*       bis zu 171,2 KBit/s
**     bis zu 384 KBit/s
***   bis zu 2,0 MBit/s
**** bis zu 28,8 MBit/s


Gerade ältere Handys sind technisch noch nicht für die neueren Standards (HSPA und LTE) ausgerüstet. Solltest Du also mit einem älteren Handy einen neuen Mobilfunk-Vertrag abschließen wollen kann es durchaus sein, dass Du die im Tarif gebotenen Internet-Geschwindigkeiten gar nicht nutzen kannst. Außerdem sind die älteren Handys lediglich mit einem kleinen Display ausgestattet, die die Internet-Nutzung so gut wie unmöglich machen.


2. Was für einen Mobilfunk-Vertrag nutze ich derzeit?


Viele Mobilfunk-Betreiber bieten seit Jahren so genannte 1-Euro-Handys an, die so gut wie immer an einen Mobilfunk-Vertrag gekoppelt sind. Die Geräte werden dann fast immer über die (schlechteren) Konditionen in den Mobilfunk-Verträgen Re-finanziert. Dabei bieten die Mobilfunk-Anbieter zumeist Lock-Angebote mit einem günstigeren Tarif in den ersten Monaten, in den ersten 12 Monaten oder für die Dauer der Mindestvertragslaufzeit (in der Regel 24 Monate). Danach erhöhen sich die monatlichen Kosten schlagartig um mindestens 10,00 Euro. Die Mobilfunk-Anbieter wissen um die Trägheit der Mobilfunk-Kunden wenn es darum geht, sich im Nachgang noch einmal um die Änderung der Tarif-Konditionen zu kümmern und berechnen oft über Jahre unverhältnismäßig hohe Tarifpreise.


Die gängigsten Tarife die genutzt werden sind:


Ältere Mobilfunk-Prepaid-Tarife ohne Laufzeit (ohne Surf-Tarif)

Die meisten der älteren Prepaid-Tarife bieten einheitliche Preise für Gespräche in alle Netze (also Deutsches Festnetz und alle 4 Mobilfunknetze) sowie den gleichen SMS-Preis für Kurzmitteilungen. Seit Jahren liegen diese Preise bei (zumeist) 9 Cent/Minute bzw. 9 Cent/SMS. Vielfach wechseln diese Mobilfunkkunden ihre Tarife nicht, weil sie den Tarif in Kombination mit einem subventionierten Handy erworben haben und auf dieses Handy noch eine SIM-Lock-Sperre liegt. (Denke daran, die SIM-Lock-Sperre kann man nach 24 Monaten kostenlos entfernen lassen).

Vorteil: Durch das Aufladen des Guthabenkontos sind die daraus entstehenden Kosten überschaubar; eine monatliche Grundgebühr wird nicht erhoben; bei einer schmalen Geldbörse kann man auch mal eine Pause einlegen ohne Folgekosten zu produzieren; man kann sich von diesem Vertrag leicht trennen.

Nachteil: Diese Tarife beinhalten keinen Surf-Tarif; die Nutzung des Mobilen Internets ist nicht möglich.



Neuere Mobilfunk-Prepaid-Tarife ohne Laufzeit (mit Surf-Tarif)

Mit Aufkommen der Smartphones und des schnellen mobilen Internets (UMTS / HSPA / LTE) bieten die meisten Mobilfunk-Prepaid-Tarife neben einheitlichen Telefon- und SMS-Preisen auch einen Surf-Tarif. Jede Gesprächsminute sowie jede SMS wird oft mit 9 Cent abgerechnet. Für den Zugang zum Internet gibt es von Anbieter zu Anbieter unterschiedliche Abrechnungsmodelle, und zwar:


  • Abrechnung pro MB: (je Tarif zwischen 19 Cent/MB, 24 Cent/MB, 99 Cent/MB)
  • Abrechnung pro Minute: (9 Cent/Minute)
  • Abrechnung pro Tag: (99 Cent/Tag)

 

Wie bei den älteren Prepaid-Tarifen auch, sind die Kosten überschaubar und man kann zu jederzeit einen Stopp einlegen ohne Folgekosten befürchten zu müssen. Nachteil: Die Kosten für Gespräche, Kurzmitteilungen und das Surfen im Internet sind bei exzessiver Nutzung des Tarifes doch recht teuer. (Sofern die monatlichen Kosten die Gesamtsumme von 30,00 Euro übersteigen, sollte man über eine Handy-Flatrate in Form einer All-Net-Flatrate nachdenken).



Laufzeitverträge aufgrund eines subventionierten Handys

Gerade von Schülern und Studenten gerne genommen werden Laufzeitverträge, die ein aktuelles Handy zum Preis von einem Euro anbieten. Dieses Handy wird zumeist über eine monatliche Zuzahlung von 10,00 Euro (24 Monate Laufzeit x 10 Euro = 240 Euro) und über schlechte Konditionen in den Mobilfunk-Tarifen re-finanziert. Je nach Tarif-Modell werden zumeist in den ersten 12 Monaten monatliche Grundgebühren in Höhe von 29,90 Euro fällig (10 € Mietkauf-Handy + 19,90 € Handy-Tarif), ab dem 13. Monat (oder 24. Monat) erhöht sich der monatliche Preis noch einmal um 10 Euro. Der Kunde hat ab dem 25. Monat also monatliche Kosten von rd. 40 Euro. Dazu kommen dann meistens noch erhöhte Nutzerkosten für Gespräche oder SMS oder Transfer-Konditionen fürs mobile Internet, die mit dem jeweiligen Tarif nicht abgedeckt sind.

Vorteil: Der Kunde hat bei Vertragsabschluss ein aktuelles Handy / Smartphone ohne tief in die Tasche greifen zu müssen.

Nachteil: Auf dem Handy liegt eine SIM-Lock-Sperre, der Kunde hat einen 24-Monatsvertrag an der Backe, nicht alle Netze sind mit einer Handy-Flatrate abgedeckt und verursachen zumeist zusätzliche Kosten in andere Netze in Höhe von 19 Cent/Minute, nicht jeder Tarif hat ein hohes Kontingent an freien Kurzmitteilungen, der Zugang zum mobilen Internet ist auf wenige 100 Megabyte Transfervolumen eingeschränkt, danach geht gar nichts mehr oder es wird extrem teuer; der Kunde hat monatliche Fixkosten von mindestens 30 Euro, egal ob er das Handy nutzt oder nicht.



3. Welches Handy oder Smartphone wünsche ich mir?


Heute (2013) gibt es eigentlich nur zwei verschiedene Handy-Typen, und zwar Handys mit denen man telefoniert und via SMS kommuniziert und Handys mit denen man über alle Medien hinweg kommuniziert, also telefoniert, Kurzmitteilungen schreibt und empfängt, Videobotschaften verschickt und empfängt oder das Internet mit all seinen Möglichkeiten nutzt. Letztere nennt man auch Smartphone. Als Studienanfänger oder auch als gesetzter Student solltet Ihr Euch bewusst machen, dass man sein gesamtes Berufsleben noch vor sich hat und man nicht umhin kommt, sich die moderne Kommunikationswelt zu erschließen. Soll heißen, wir empfehlen Euch ein Smartphone der neuesten Generation. Ihr werdet sehen, dass Ihr mit dem richtigen Smartphone und dem richtigen Handy-Tarif günstiger kommuniziert als wenn Ihr Eure alten Handy-Verträge und die daraus notwendigen anderen Alternativen weiter nutzt.


Ein Smartphone der neuesten Generation bedeutet vor allem, achtet darauf, dass Eurer Smartphone LTE-fähig ist. Selbst wenn Ihr mit Eurem jetzigen Tarif noch kein LTE nutzen könnt, Ihr eröffnet Euch mit einem internetfähigen Smartphone die Möglichkeit, über alle mobilen Datennetze kommunizieren zu können. Als Student kann man sich auch mal die SIM-Karte eines Kommilitonen ausleihen, bzw. gemeinsam nutzen. Andere Features wie ein großes Display, eine integrierte Digitalkamera, Organizer, multimediafähig (Video, MP3) usw. könnt Ihr eigentlich vernachlässigen, denn diese Features und Dienste sind bei allen gängigen Smartphones in etwa gleich gut. Ebenso die Benutzerfreundlichkeit beim Surfen, Texte schreiben oder telefonieren.


Andere technische Details, wie beispielsweise die Datenrate für dem mobilen Internetzugang, regelt sich im abgeschlossenen Mobilfunk-Tarif. Achtet im Handy-Vertrag besonders auf die mögliche Datenübertragungsrate (MBit/s) des vereinbarten Inklusivvolumen (z.B. bis zu 500 MB), bevor der Internetzugang auf UMTS oder GPRS (Kilobit/s) gedrosselt wird. Auf jeden Fall sollte Euer Smartphone Mobilfunkstandards wie GSM 900 und GSM 1800 (Handynetze der Netzbetreiber Telekom, Vodafone, E-Plus und o2) und LTE (Datennetz fürs Mobile Internet) beinhalten. Damit seid Ihr auf jeden Fall für jedes Kommunikationsnetz gerüstet und superschnell im Datennetz unterwegs.


Der “Mercedes” unter den Smartphones ist für viele das Apple iPhone 5, doch Apple ist sehr teuer und hat wegen seiner geschlossenen Systeme auch Nachteile, sowohl in der Hardware als auch in der Software und in der Nutzung im Austausch mit anderen Systemen. Eine Empfehlung für ein bestimmtes Smartphone möchten wir hier nicht aussprechen, dazu sind die Geschmäcker und Bedürfnisse zu unterschiedlich. Ein Tipp nur: LTE-Smartphones mit dem Android-Betriebssystem sind eine sehr gute Alternative zum iPhone. Android wird von sehr vielen namhaften Smartphone-Herstellern eingesetzt.


4. Welche Mobilfunk-Tarif-Varianten gibt es?


Mobilfunk-Verträge mit Vorkasse (Prepaid)


Bei Prepaid-Karten habt Ihr den Vorteil, dass Ihr Eure Mobilfunk-Kosten immer im Überblick habt; Prepaid-Karten haben keine Mindestvertragslaufzeiten und (in der Regel) auch keinen vorgeschriebenen Mindestumsatz. Da die entstehenden Kosten bei einer Prepaid-Karte immer von einem vorhandenen Guthabenkonto abgezogen werden (also Vorkasse), haben selbst “Schufa”-belastete Personen keine Probleme, eine derartige Karte zu erwerben. Bei der Freischaltung einer Prepaid-Karte ist es auch sehr leicht, seine Identität zu verschleiern, da die Mobilfunk-Anbieter nicht die angegebenen Identitätsdaten überprüfen.


Mobilfunk-Verträge mit nachträglicher in Rechnungstellung


Der überwiegende Teil der Mobilfunk-SIM-Karten werden natürlich über Mobilfunk-Verträge mit Mindestvertragslaufzeiten ausgegeben. Bei diesen Verträgen werden die angegebenen Identitätsdaten genauestens überprüft. Die Abrechnung der entstehenden Nutzerkosten erfolgt im Nachgang, in der Regel über Bankeinzug. Aus diesem Grund hat der Kunde im Vorfeld seine Bonität nachzuweisen, will heißen, Interessenten mit einem negativen Schufa-Eintrag werden von den Mobilfunk-Anbietern schon mal abgelehnt.

Ist der Interessent nicht Schufa-belastet, wird ihm gerne ein Laufzeitvertrag mit einer Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten angeboten. Darin enthalten ist zumeist auch ein Zeit-aktuelles modernes Handy zum “Nulltarif”, als quasi Mietkauf mit einem Anteil von 10 € monatlich. Die potentiellen Kunden werden oft mit günstigen Einstiegstarifen gelockt, Beispiel:


- Die ersten drei Monate kostenfrei, danach ein Preis von ..

- Die ersten sechs Monate kostenfrei, danach ein Preis von ..

- Die ersten 12 Monate zum Preis von 9,95 Euro, danach 19,95 Euro

- Die ersten 24 Monate zum Preis von 19,95 Euro, danach 29,95 Euro … usw.


Interessant wird es, wenn der Mobilfunk-Anbieter einen günstigen Pauschalpreis für die Dauer der >>>Mindestvertragslaufzeit<<< (in der Regel 24 Monate) anbietet und danach den Preis um (in der Regel) 10 Euro erhöht. Die Mobilfunk-Anbieter wissen (wie gesagt) um die Trägheit der Mobilfunk-Kunden, auf bestehende Verträge zu achten und spekulieren darauf, dass der Endkunde nach längerer Nutzung des Mobilfunktarifes nicht mehr auf die Preiskonditionen achtet. Mobilfunkkunden, die aber einen Laufzeitvertrag rechtzeitig aufkündigen (in der Regel 3 Monate vor Vertragsablauf), können bei diesen Angeboten durchaus ein Schnäppchen machen.

Erfahrungsgemäß kommen die Mobilfunk-Provider dem Kunden im Falle einer Kündigung entgegen und akzeptieren auch für die Zukunft den zuvor vereinbarten günstigeren Mobilfunkpreis.


Die in den Mobilfunkverträgen angebotenen Leistungen lassen sich wie folgt kategorisieren:


  1. Tarife mit einheitlichen Takt-Preisen für Gespräche und SMS *:
  2. Tarife mit einem Inklusiv-Kontingent für Mobilfunk-Gespräche und SMS-Takt-Preisen *
  3. Tarife mit einer Handy-Flatrate und einheitlichen Taktpreisen in andere Netze *
  4. Tarife mit einer Handy-Full-Flatrate für alle Netze und SMS-Takt-Preise *
  5. Tarife mit einer Full-Flatrate für Telefonate und den Zugang zum mobilen Internet *


* oft mit angeboten wird ein bestimmtes Datenkontingent fürs mobile Internet. Die im Tarif mit angebotene “unbegrenzte Daten-Flatrate” wird in der Regel nach einem bestimmten Volumen auf UMTS-Geschwindigkeit (384 KBit/s) oder gar GPRS-Geschwindigkeit (53,6 KBit/s) gedrosselt. Je nach Mobilfunk-Tarif hat der Kunde dann die Möglichkeit, sich die Freischaltung (auf die mögliche Maximalgeschwindigkeit) bis zum Ablauf des folgenden Abrechnungszeitraumes mit einem Einmalbetrag in Höhe von 5,00 Euro / 10 Euro / oder 15 Euro zu erkaufen. Das zusätzlich gekaufte Datenkontingent verfällt mit Beginn des folgenden Abrechnungszeitraumes.



5. Welcher Mobilfunk-Tarif ist für mich am wirtschaftlichsten?


Welcher Mobilfunktarif für Dich am wirtschaftlichsten ist, kannst selbstverständlich nur Du selber beantworten. Wenn Du Dein Handy wirklich nur für Telefonate und gelegentliche SMS nutzt, dann kann durchaus eine Mobilfunk-Prepaid-Karte mit einheitlichen Takt-Preisen für 9 Cent oder 8 Cent/Minute bzw. SMS sinnvoll sein. Die durchschnittlichen monatlichen Kosten sollten allerdings die Preisgrenze von rd. 15,00 Euro nicht übersteigen. Prepaid verursacht wie gesagt keine (Folge)-Kosten wenn Du es nicht möchtest oder kannst. Die Mobilfunkanbieter halten die Prepaid-Karten erfahrungsgemäß für rd. 15 Monate aktiv, auch wenn darauf keine Umsätze getätigt werden.


Wenn Du viel und oft telefonierst und auch viele SMS versendest und wenig das mobile Internet nutzt, dann solltest Du eine Handy Flatrate abschließen, die sämtliche Gespräche in alle Netze inklusive hat. Der berechnete SMS-Takt-Preis kann ruhig hoch sein und das angebotene Datenvolumen fürs mobile Internet niedrig. Durch diese Kombination erhältst Du zumeist eine relativ günstige Handy-Full-Flat. Für Deine Kurzmitteilungen richtest Du Dir das kostenlose “WhatsApp” ein, den Hauptzugang fürs Mobile Internet nutzt Du über WLAN-Hotspots an der Uni, FH oder den vielen freien Spots an öffentlichen Orten wie Bahnhöfen, Marktplätzen usw.


Wenn Du Dein Smartphone viel und gerne fürs Mobile Internet nutzt, empfiehlt sich eine Fullflatrate (als Pauschalangebot) für Mobilfunk-Gespräche und eine integrierte Datenflatrate, die mindestens ein Inklusiv Volumen für die Maximalgeschwindigkeit von 1000 Megabyte hat.


Wenn Du viel telefonierst und Dir 1000 Megabyte Datenvolumen für die Datenflat nicht ausreichen, dann hast Du keine finanziellen Sorgen und die freie Auswahl. Hotel Mama finanziert Dich oder Du jobbst während Deiner Studienzeit, um Dir Deinen Luxus leisten zu können.


Achtung! Die vier deutschen Mobilfunkanbieter haben unterschiedlich starke Netze. Die Telekom und Vodafone nutzen das “D”-Netz und Funkfrequenzen um 900 MHz und E-Plus und o2 das “E”-Netz mit Funkfrequenzen um 1800 MHz. Das heißt, die Sendemasten im “D”-Netz können wesentlich weiter auseinander stehen als im “E”-Netz. Dies gilt auch fürs breitbandige Internet. Bevor Ihr Euch für einen Handy-Vertrag entscheidet, erkundigt Euch, wie stark die Datennetze an Euren Aufenthaltsorten sind. Die Telekom und auch Vodafone haben die Datennetze (UMTS, HSPA, LTE) am weitesten ausgebaut. Danach folgt o2. E-Plus ist (im Bereich HSPA und LTE) bisher über weite Teile Deutschlands noch nicht über Testnetze hinausgekommen. Vielleicht erkundigst Du Dich, bevor Du Dich an einer Universität oder Hochschule immatrikulierst, welche Datennetze dort am stärksten ausgebaut sind. Denke daran, bis zum Studienabschluss vergehen einige Jahre und beim büffeln wirst Du sicher auf das Internet zur Recherche zurückgreifen müssen.


6. Wie finanziere ich mein neues Handy bzw. einen neuen Mobilfunk-Tarif


Du solltest darauf achten, dass Deine monatlichen Fixkosten möglichst gering bleiben und dies schaffst Du schon alleine dadurch, indem Du ein SIM-Lock-freies Handy (Smartphone) nutzt, das >>>nicht<<< mit einem Mobilfunk-Vertrag gekoppelt ist. Vermeintlich preiswerte Smartphones zum Nulltarif, schlagen sich immer auf die Telefonrechnung nieder, denn keine Telefongesellschaft hat etwas zu verschenken.


Ein gutes und aktuelles Smartphone (ohne Vertrag) erhältst Du schon für 400 Euro. Für einen Student mit den heute hohen Studiengebühren ist das eine Menge Kohle. Aber es gibt so etwas wie ein Geburtstag, Weihnachten usw. und man kann sich ein derartiges Gerät durchaus schenken lassen. Die Eltern, die Oma, könnten ausnahmsweise einmal zusammenlegen und Du sparst Dir so schon einmal die monatliche Telefongebühr (10,00 Euro) bei einem Miet-Kauf aus einem Mobilfunkvertrag. Außerdem schaffst Du Dir dadurch die freie Auswahl für einen Telefontarif, deren Konditionen wirklich günstig sein können.


Hast Du ein Handy bzw. Smartphone, dass Dir keine monatlichen Kosten verursacht, überlege Dir als nächsten Schritt, ob Du Dich wirklich bei einem Mobilfunkanbieter mit einem Laufzeitvertrag binden möchtest oder kannst. Denke daran, die mit einem Vertrag abgeschlossenen monatlichen Gebühren für eine Flatrate oder einen Pauschaltarif werden fällig, egal ob Du den Vertrag nutzt oder nicht nutzt. Werden die monatlichen Gebühren einmal nicht bezahlt, setzt das Abrechnungsprogramm des Providers automatisch ein Mahn- und Zwangsverfahren in Gang und schnell hast Du möglicherweise einen Schufa-Eintrag an der Backe. Dieser Eintrag könnte Dich spätestens dann belasten, wenn Du einmal einen Studentenkredit beantragen möchtest.


Mit einer Prepaid-Karte machst Du Dich von allen bindenden Verpflichtungen frei. OK, die Konditionen für Gesprächsminuten und SMS sind nicht so preisgünstig wie bei einem Pauschalangebot (also Full-Flatrate), aber Du hältst Dir als Telefonkunde den Rücken frei.

Folgende Mobilfunk-Provider bieten beispielsweise günstige Prepad-Tarife (Stand 11/2013):


Prepaid-Anbieter Stand 12/2013:
Anbieter Telefonat – alle Netze SMS – alle Netze Internet-Zugang
http://www.blau.de 0,09 € / Min. 0,09 € / Min. 99 Cent/MB
http://aktion.congstar.de 0,09 € / Min. 0,09 € / Min. 24 Cent/MB
http://www.debitel-light.de 0,08 € / Min. 0,08 € / Min. 9 Cent /Minute
https://www.fonic.de 0,09 € / Min. 0,09 € / Min. 24 Cent/MB
http://freeflat.freenetmobile.de 0,08 € / Min. 0,08 € / Min. 24 Cent/MB
https://www.hellomobil.de 0,06 € / Min. 0,06 € / Min. 19 Cent/Minute
https://www.simyo.de 0,09 € / Min. 0,09 € / Min. 24 Cent/MB
http://www.t-mobile.de/ xtra 0,09 € / Min. 0,09 € / Min. 99 Cent/Tag
http://www.vodafone.de/privat/ callya 0,09 € / Min. 0,09 € / Min. 99 Cent/Tag


Solltest Du keine Probleme mit einem Laufzeitvertrag haben, bietet Dir 1&1 eine Handy-Flatrate, mit der so genannten All-Net-Flat Basic (http://mobile.1und1.de) einen einmalig günstigen Pauschaltarif für monatlich 19,99 Euro an.


Genau genommen hast Du folgende Konditionen in einem D2-Netz:


- Telefongespräche in alle deutschen Netze frei,

- 9,9 Cent/SMS

- 500 MB Datenflatrate inklusive

Preis: 2 Monate 0,00 Euro, dann 24 Monate 19,99 Euro, ab dann 29,99 Euro.

Die Vertragslaufzeit beträgt 24 Monate. Das heißt, wenn Du rechtzeitig kündigst, dann wird 1&1 Dir eine fortlaufende Verlängerung für 19,99 Euro anbieten.



7. Welche Alternativen gibt es zur kostenpflichtigen Kommunikation


Die “hohen” SMS-Kosten umgeht Ihr, indem Ihr Euch auf Eurer Smartphone “WhatsApp” installiert und mit anderen “WhatsApp”-Nutzern dann kostenlos simsen könnt.

Denkt beim Surfen im Internet daran, dass es sehr viele kostenfreie Hotspots gibt, die einen Zugang zum Internet mittels WLAN ermöglichen.

Möchtet Ihr Auslandsgespräche führen, empfehlen wir Euch den Einwahl über

–> https://play.google.com/store/apps/details?id=finarea.Poivy&hl=de

Weitere Möglichkeiten kostengünstig zu telefonieren bieten natürlich skype oder auch betamax.

 

 

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